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14.08.2026

Perspektivwechsel beim ZBG: Stadtkämmerin packt in Orange und Grün mit an

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Einen Vormittag unterwegs mit der Müllabfuhr - „Anne Schüppe“ bei der Grünflächenunterhaltung


Wie sieht der Arbeitsalltag der Kolleginnen und Kollegen aus, die täglich draußen im Gladbecker Stadtgebiet unterwegs sind? Diese Frage wollte Stadtkämmerin Stefanie Neumann nicht nur aus dem Büro heraus beantworten. Sie wechselte kurzerhand die Perspektive und begleitete Mitarbeitende des ZBG in zwei operativen Bereichen – zunächst bei der Müllabfuhr und eine Woche später in der Grünflächenunterhaltung. Dabei blieb es nicht beim Zuschauen: Auch selbst mit anzupacken gehörte für sie selbstverständlich dazu.

Stefanie Neumann ist seit Oktober 2025 bei der Stadt Gladbeck tätig. Ihrem Dezernat sind neben dem Amt für Finanzen und Beteiligungen auch der Zentrale Betriebshof Gladbeck zugeordnet. Mit ihren Praxistagen wollte sie die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen vor Ort näher kennenlernen und einen unmittelbaren Eindruck davon gewinnen, unter welchen Bedingungen die täglichen Aufgaben erledigt werden.

Am 30. Juli ging es früh morgens mit den Kollegen der Abfallentsorgung auf Tour. In Schultendorf stand die Leerung der Altpapiertonnen auf dem Programm. Bei sommerlichen Temperaturen wurde schnell deutlich, wie körperlich fordernd die Arbeit ist und wie eingespielt die Abläufe sein müssen.

„Es war für mich ein besonders interessanter Einblick“, berichtet Neumann. Besonders beeindruckt zeigte sie sich davon, dass die Mitarbeitenden bei nahezu jedem Wetter draußen im Stadtgebiet unterwegs sind. Auch die Verantwortung der Fahrer sei ihr noch einmal besonders bewusst geworden: „Sie haben den Verkehr, die Tonnenstandorte und ihre Kollegen hinter dem Fahrzeug im Blick. Das ist eine echte Herausforderung für alle Kollegen in der Abfallentsorgung – da habe ich mächtig Respekt vor!“

Neben der Arbeit gab es unterwegs auch einige schöne Begegnungen. So warteten ein Großvater und sein kleiner Enkel am offenen Fenster auf die Müllabfuhr und winkten dem Fahrzeug begeistert zu. Eine weitere Bürgerin freute sich darüber, eine Frau in der Müllabfuhr zu sehen. Neumanns Antwort sorgte auf beiden Seiten für ein Lachen: „Ja, heute eine Frau und nur für einen Tag!“

Dass bei der Müllabfuhr ein ordentliches Tempo dazugehört, bekam die Stadtkämmerin ebenfalls zu spüren. Schließlich müssen im Laufe einer Tour zahlreiche Behälter geleert werden. „Da musste ich mich sputen, um mit den jungen Männern mithalten zu können“, erinnert sie sich mit einem Augenzwinkern.

Nach einem halben Arbeitstag ging es für sie zurück an den gewohnten Schreibtisch – mit vielen neuen Eindrücken.

Eine Woche später folgte der nächste Perspektivwechsel. Dieses Mal begleitete Stefanie Neumann die Mitarbeitenden der Grünflächenunterhaltung. Dabei lernte sie unterschiedliche Arbeitsbereiche kennen: vom Reinigen und Zurückschneiden des Straßenbegleitgrüns über den maschinellen Heckenschnitt bis hin zur Pflege städtischer Grünflächen in Wohngebieten.

Schnell wurde deutlich, wie vielfältig die Aufgaben des Grünbereichs sind. Parks und Wege, Spiel- und Sportplätze, Schulhöfe, Kindergärten sowie zahlreiche Grünflächen entlang der Straßen gehören zu den täglichen Einsatzorten.

Doch bevor die eigentliche Grünpflege beginnen kann, wartet nicht selten zunächst eine andere Aufgabe. „Dabei begegnet euch erschreckend viel Müll, so dass die Grünpflege erst im zweiten Schritt begonnen werden kann“, stellte sie fest.

Auch hier zählt neben der körperlichen Arbeit vor allem Aufmerksamkeit. Bei Arbeiten im Straßenraum, auf Wegen oder in stark genutzten Anlagen müssen die Mitarbeitenden jederzeit Verkehr, Passanten sowie Nutzende im Blick behalten.

Für Stefanie Neumann zeigte sich dabei ein sehr vielschichtiges Bild: Einerseits sei es eine schöne Tätigkeit „im Grünen“ und für das Grün der Stadt. Andererseits müssten die Kolleginnen und Kollegen mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen umgehen – von Hitze, Regen oder Kälte über den Straßenverkehr und Verschmutzungen bis hin zu gelegentlich kritischen Rückmeldungen aus der Bevölkerung.

Entscheidend sei jedoch das Ergebnis: gepflegte und attraktive Flächen, an denen sich viele Menschen erfreuen. „Ihr tragt maßgeblich dazu bei, dass Gladbeck eine schöne und lebenswerte Stadt ist“, fasst Neumann ihre Eindrücke zusammen.

Nach ihren beiden Einsätzen zog die Stadtkämmerin ein ausgesprochen positives Fazit und bedankte sich bei allen Kolleginnen und Kollegen, die ihr Einblicke in ihre Arbeit ermöglicht hatten: „Die Kolleginnen und Kollegen waren alle sehr freundlich und geduldig mit mir – besten Dank dafür und für die spannenden Einblicke in euren Arbeitsalltag.“

Für sie habe der Perspektivwechsel noch einmal deutlich gemacht, welchen Beitrag die unterschiedlichen Bereiche des ZBG täglich für die Menschen in Gladbeck leisten.

„Ihr leistet beim ZBG alle für unsere Einwohner:innen wertvolle Arbeit und tragt maßgeblich dazu bei, dass Gladbeck eine schöne und lebenswerte Stadt ist.“

Auch ihre eigene Rolle sieht Stefanie Neumann vor diesem Hintergrund noch einmal aus einer anderen Perspektive: „Meinen Teil trage ich gerne dazu bei, indem ich den ZBG unterstütze, dass gute Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeitenden gewährleistet werden.“

Zwei Praxistage, viele neue Eindrücke – und vor allem ein Perspektivwechsel, der zeigt, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen Verwaltung und operativen Bereichen ist.

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