Der ZBG pflegt und bewirtschaftet über 230 Hektar Wald im Stadtgebiet Gladbeck, die nach den Richtlinien des PEFC zertifiziert wurden. PEFC ist das Pan Europäische Zertifikat für nachhaltige Forstwirtschaft. Zur Bewirtschaftung des Waldes gehört auch das laufende Verjüngen von alten Beständen und das Fällen von Problembäumen. Hierbei fällt regelmäßig eine größere Menge von Holz in verschiedensten Qualitäten an.
Durch die Bombardierung Gladbecks im zweiten Weltkrieg werden von der Holzwirtschaft alle Bäume und Hölzer im Alter von über 60 Jahren nur in der C – Qualität eingestuft, da noch mit Metallsplittern zu rechnen ist. Dieses Holz eignet sich zwar hervorragend als Kamin- oder Verbauholz, aber weniger als Möbel- und Tischlerholz. Nur bei jüngeren Bäumen, gibt es je nach Holzart auch A- und B-Qualitäten. Im Regelfall werden Forstunternehmen nach Absprache mit dem Forstamt mit solchen Durchforstungen beauftragt. Dabei wird nur das Stammholz verwendet, das Kronenholz und Holzreste bleiben liegen. Dieses Holz wird vom ZBG kostengünstig als Kaminholz an private Interessenten weiter verkauft.
Dafür werden so genannte „Holzverkaufsscheine“ ausgestellt. Sammelort, Menge und Zeitrahmen werden in diesem Schein festgehalten. Die Interessenten können dann mit diesem Sammelschein in dem vereinbarten Waldgelände zur festgelegten Zeit das Ast- und Kronenholz aufarbeiten. Stämme dürfen nicht mitgenommen werden. Diebstahl wird verfolgt und geahndet. |
 | Die Abrechnung erfolgt in Raummetern. Das heißt, gestapeltes Holz wird zusammen mit den Hohlräumen in Länge x Breite x Höhe gemessen. Das Holz kann aber auch über das Anhängermaß abgerechnet werden.
Voraussetzung für den Holzverkaufsschein ist, dass der Antragsteller bei Sägearbeiten im Besitz eines Kettensägenscheines ist und über die komplette Schutzausrüstung für solche Arbeiten verfügt. Diese Maßnahmen sind erforderlich, da das Unfallrisiko bei solchen Arbeiten sehr hoch ist. Ein Kettensägenschein lässt sich beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW, Westring 51 in 45659 Recklinghausen, (Tel. 02361-924725) oder bei verschiedenen Garten- und Landschaftsbauunternehmen sowie bei einigen Geräteherstellern und -vertreibern erwerben.
Ast- und Kronenholz: Bei Weichhölzern wie Pappeln und Weiden beträgt der Preis auf Grund des geringen Brennwertes nur 6 € pro Raummeter, bei besseren Edellaubhölzern wie Ahorn, Erle oder Esche 16 € pro Raummeter, noch höherwertiges Holz wie Birke und Eiche liegt bei 18 € pro Raummeter und letztendlich Buche bei 20 € pro Raummeter.
Stammholz: Weichholz wie Pappeln und Weiden 14,00 € pro Raummeter Erle, Esche, Ahorn, Eiche, Birke 25,00 € pro Raummeter Buche 30,00 € pro Raummeter
Der Preis gilt für Selbstabholer in Eigenleistung, immer für waldfrisches Holz. Auf alle Preise müssen 5,5 % Mehrwertsteuer berechnet werden. Nicht immer sind alle Holzarten und –qualitäten vorrätig, da der Baumschutz oberste Priorität genießt und wertvolle Bäume oder seltene Baumarten nicht wegen Kaminholznachfrage gefällt werden.
Holzscheine werden nur im Winterhalbjahr ausgestellt.
Als Ansprechpartner stehen Ihnen zur Verfügung
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