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Park - und Grünanlagen
Zwei sehr schöne Park- und Freizeitanlagen in Gladbeck sind der Wittringer Wald und der Nordpark.
| Besonders Wittringen ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und sehr beliebt. Die Freizeitanlage Wittringen wurde in und an einen bestehenden Wald im damaligen Volksparkstil erbaut und 1928 eingeweiht. Das historische Wasserschloss Wittringen als früherer Adelssitz im Laufe der Jahrhunderte mehrfach zerstört, abgebrannt und immer wieder aufgebaut, wurde integriert. Heute beherbergt es das Heimatmuseum, ein Restaurant und Säle für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen. |
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Bei der Planung wurde die Vestische Kampfbahn, ein Freibad mit großen Freiflächen, Kinderspielplätze, eine Waldbühne, eine Tennisanlage und die sog. Ringallee in das Volksparkkonzept integriert. Die Vestische Kampfbahn stellt heute eine moderne, aber trotzdem denkmalgeschützte Sportanlage auch für internationale Wettkämpfe dar. Die Ringallee wurde nach kurzen Ambitionen als Autorennstrecke zur „Marathonbahn“, da 10 Runden etwa die Marathondistanz ergeben. Dort treiben ganztägig Jogger zu Hunderten ihren Sport. Freibad, Spielplätze und Tennisplätze wurden immer wieder den zeitlichen Erfordernissen angepasst und werden noch heute fleißig genutzt.
Nicht mehr existent sind die Waldbühne und eine alte Wassermühle. Die Freizeitanlage Wittringen umfasst über 100 ha Hochwald und Parkanlage. Neben einem 240 Jahre alten Rotbuchenbestand mit fast 40 m hohen Bäumen gibt es ein idyllisches Wiesentälchen mit Kopfweiden, den großen Schlossteich sowie mehrere weitere Teiche (Brillenteiche, Ehrenmalteich).
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Die Teiche (Schlossteich 37.000 m², Brillenteiche 23.100 m² und Ehrenmalteich 5.400 m²) wurden in den letzten Jahren renaturiert und bepflanzt. Sie sind verbunden über ein Netz von Wasserläufen, die zum Teil der Drainierung des im Laufe der Jahrzehnte durch Bergsenkungen abgesackten Geländes dienen. Integriert ist auch ein Ehrenmal aus Naturstein, div. noch landwirtschaftlich genutzte Flächen und einige neuere Anlagen, erbaut Ende der siebziger Jahre. | Zu diesen gehören das Vogelwarmhaus und die Vogelinsel mit einer Vielzahl heimischer und exotischer Vögel und einigen Tieren als Streichelzoo, mehrere Spielplätze für verschiedene Altersstufen, zwei privat betriebene Minigolfanlagen und öffentliche Tennisplätze. Einige dieser Angebote wurden bereits mehrfach den neuesten Anforderungen angepasst und umgestaltet.
Gartenhistorisch interessante Details wie die alte Allee aus Säulenpappeln um die Marathonbahn/Ringallee wurden gerade erst erneuert und durch ca. 450 Säulen- Weißbuchen ersetzt. Auch Staudenpflanzungen und Rhododendrenwege wurden neu angelegt. Insgesamt bildet Wittringen eine Mischung aus Erholung in der Natur, Sport und Kinderspiel in vielen Varianten. Da über 500 Parkplätze zur Verfügung stehen und sogar ein freier Campmobil – Parkplatz auf Besucher wartet, dürfte auch zukünftig reichlichem Besucherdrang aus dem ganzen Ruhrgebiet nichts im Wege stehen.
Der Nordpark ist ca. 13 Hektar groß, besteht aus 1 ha Wald, einem großen Spielplatz mit Kunststoff – Bolzplatz, dem gut 6 ha großen See. Der Rest ist eine parkartig gepflegte Landschaft mit alten Bäumen, feuchten Wiesen und kurzem Rasen. Der Nordpark sollte zur Zeit seiner Planung und Entstehung die Gladbecker Innenstadt im Norden arrondieren. Gleichzeitig stellt er eine grüne Verbindungsspange zum Ortsteil Schultendorf dar. Die Planung hierzu erfolgte in den zwanziger Jahren, die Bauausführung begann 1933 und wurde 1935 beendet. Besonders erwähnenswert ist der unverändert noch existierende Nordparkteich, der künstlich in Handarbeit mit einem Heer von Arbeitslosen und Loren angelegt wurde. Nordwestlich davon wurde ein Staudengarten mit Natursteinelementen und einem natürlichen Wasserlauf erstellt. Der Zulauf erfolgt bis heute aus den nordöstlich liegenden landwirtschaftlichen Flächen.
 Im Laufe der Jahrzehnte erfolgten viele Veränderungen und Anpassungen an die jeweilige Gartenarchitektur. Aus heutiger Sicht falsch war die in den sechziger Jahren erfolgte Verrohrung des Bachlaufes und das Entfernen und Zukippen des kleinen Tales mit Staudenbewuchs. Unverändert ist der große Teich geblieben, der heute sowohl Anglern als auch Modellbootfahrern ein Zuhause bietet. Der frühere Verleih von Ruderbooten für romantische Stunden wurde vor Jahren aufgegeben. Der Park ist als „Pantoffelgrün“ für die Anlieger und für Mütter mit Kindern interessant, es gibt aber für die Jugend auch eine Rollschuh- und Skaterbahn mit diversen Einbauten. Eine Zusammenstellung verschiedenster Gehölze in allen Altersstufen bildet den gestalterischen Rahmen sowohl zur Konrad-Adenauer-Allee als auch zur Talstraße mit den Kleingärten und zum Heisenberggymnasium und Jahnsportplatz direkt nebenan.
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